DIE WAHL IST VORBEI.
DAS GESPRÄCH NICHT!
Gestern hat Sachsen-Anhalt gewählt.
Das Ergebnis zeigt deutlich, wie groß der Wunsch nach Veränderung bei vielen Menschen in unserem Land ist. Es zeigt aber auch, wie unterschiedlich die Vorstellungen davon sind, wie diese Veränderung aussehen soll.
Wir haben „Wir für Hier“ gegründet, weil wir miteinander ins Gespräch kommen wollten – über unsere Region, über Sorgen und Wünsche und darüber, welche politischen Entscheidungen ganz konkret für unser Leben hier bedeuten können.
Heute lassen wir dieses Wahlergebnis erst einmal auf uns wirken.
Was es für unsere Region bedeutet, wie es politisch weitergeht – und auch, welche Rolle „Wir für Hier“ dabei künftig spielen kann –, darüber werden wir in den kommenden Tagen miteinander sprechen.
Eines bleibt unabhängig davon:
Demokratie endet nicht mit dem Kreuz auf dem Stimmzettel.
Sie lebt davon, dass wir einander zuhören, miteinander streiten, Fragen stellen und auch dann im Gespräch bleiben, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind.
Eine gespaltene Gesellschaft und eine Kirche die wenig Einfluss auf diese hat.
Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt zeigt eine tiefe Spaltung und eine große Sehnsucht nach einfachen Antworten auf schwierige Probleme. Auch wir als Kirche müssen uns Fragen lassen, ob wir zu viel beschönigt und manche Sorgen nicht ernst genug genommen zu haben. Viele Menschen sind verunsichert und haben Angst, andere träumen von einer frohen Zukunft. Als Kirche müssen wir versuchen beide in Gespräche zu bringen und auf Seiten der Schwachen zu stehen. Dort wie die Liebe fehlt ist unser Platz. Dort wo es an Versöhnung mangelt, müssen wir davon erzählen. Denn dazu ist Christus in die Welt gekommen: das Verlorene zu suchen und die Welt zu versöhnen. Das wollen wir versuchen.
– Teja Begrich –
WAS BEWEGT SIE?

ZITAT DES TAGES
„[Die Verwendung der Staatsleistungen an die Kirchen] soll auf Kosten für geistliches Personal und den Erhalt der Gebäude beschränkt bleiben.“
Quelle: AfD-Regierungsprogramm Sachsen-Anhalt 2026
STIMMEN AUS DER REGION
Magda Lohse
“Als Leiteriin der Havelberger Malwerkstatt stehe ich für freie Kreativität und Vielfalt im Unterricht mit den Jugendlichen. Ich mache mir Sorgen über aktuelle Pläne der AfD staatliche Fördergelder für Kulturprojekte massiv einzuschränken. Die Freiheit der Kunst ist ein wichtiges Grundrecht, das gerade für die freie Entwicklung der Jugend geschützt werden muss."
Frauke Harloff
Wenn Kinder nicht mehr zur Schule gehen müssen, sondern daheim beschult werden dürfen (s. Wahlprogramm AfD), wird ihnen unglaublich viel weggenommen. Wie geht man mit Konflikten zivilisiert um? Wer taugt als echter Freund? Das kann man doch nicht Zuhause lernen - das sollten die Kinder selbst herausfinden dürfen.
Teja Begrich
“Ohne Kirchensteuer, können wir die Sanierung unserer Stadtkirche in Havelberg vergessen. Darum am 06.09.26 die Mitte wählen, oder gar nicht!”














