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Inklusion betrifft uns alle!

Klaus Zerwes
2. Sept.
1 Min. Lesezeit

Die AfD beabsichtigt „das Experiment ‚Inklusion‘“ an den Schulen „unverzüglich zu beenden“.

Die Mehrheit der Menschen in Sachsen-Anhalt wird vermutlich denken, dass sie dies nicht betrifft.


Doch im Umkehrschluss bedeutet dieses Vorhaben die Abkehr vom Grundrecht auf Teilhabe und Chancengleichheit – eine Umkehr von Inklusion hin zu Exklusion.


Und das kann jeden Menschen betreffen.

Sachsen-Anhalt hat mit rund neun Prozent bundesweit einen sehr hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Soll all diesen Kindern das Grundrecht auf Teilhabe und Chancengleichheit verwehrt werden? Sollen sie vom regulären Bildungsweg ausgeschlossen werden? Sollen sie gleich zu Beginn ihres Bildungs- und Berufslebens abgewertet und stigmatisiert werden? Und wer entscheidet darüber, welcher Gruppe ein einzelner Mensch zugeordnet wird?


Wenn eine solche Denkweise der Spaltung und Ausgrenzung erst einmal Fuß fasst und sich von den Schulen aus weiterverbreitet, wer wird dann zur nächsten Zielgruppe? Langzeitarbeitslose? Chronisch Kranke?


Ich wünsche mir für unsere Kinder und für uns alle ein Zusammenleben in einer Gesellschaft, in der denjenigen, die Unterstützung benötigen, eine helfende Hand gereicht wird, anstatt sie auszugrenzen. Denn es kann jeden von uns treffen!



Quelle: Im Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl 2026 heißt es im Kapitel „Schulbildung“ unter Punkt 4 „Keine Experimente an unseren Kindern!“: „Wir werden die Inklusion unverzüglich beenden und die Förderschulen ausbauen!“ Quelle: AfD Sachsen-Anhalt, Regierungsprogramm 2026, Kapitel IV „Schulbildung“, Punkt 4, S. 74–75.

 
 
 

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