top of page

Warum wir nach Havelberg gezogen sind...

Brigitte Strugalla-Voltz
26. Aug.
2 Min. Lesezeit

Warum wir nach Havelberg gezogen sind? Das kann ich Ihnen wohl sagen. Zuerst kam ein Tipp von unserem Sohn, der von Dresden aus, wo er studierte, mit dem Fahrrad nach Hamburg zu seiner Schwester gefahren ist. Dann ein Kurzbesuch, mit Folgen, im November 2009: nach einigem Suchen standen wir oben auf dem Domplatz, es war später Nachmittag und über der Altmark zog ein Sturm auf. Welch ein Blick! Wir waren tief beeindruckt. Dann der Dom im der Abenddämmerung, geradezu magisch. Und zum Abschluss, sozusagen im letzten Licht, ganz überrascht quasi mitten in der Elbe beim Warten auf die Fähre, die sich völlig lautlos über den Strom näherte – also da mussten wir doch sehr bald im Urlaub (immer von Berufs wegen Vorsaison) mal für länger vorbeikommen. Es ergab sich dann übrigens Sandau, weil in Havelberg keine Ferienwohnung für uns mit Hund zu finden war. Aber bei Familie Frank waren wir dann später auch immer wieder gern.


Eye-level view of a community gathering in a park

Es war wohl Schicksal

So, das war der Anfang. Es war wohl Schicksal, dass wir dann sehr bald die aller nettesten Menschen in Havelberg kennenlernten. Dann die begeisternden Proben beim Kantatenchor mit seinem tollen jungen Chorleiter Mike Nych, der dann ja leider bald gegangen ist. Da sind wir wirklich einmal im Monat die 700 Kilometer übers Wochenende hergefahren. Dass wir dann so schnell umgezogen sind, war zugegebenermaßen etwas übereilt. Aber jetzt wohnen wir hier, seit 13 Jahren! In Havelberg mit Blick zum Dom!

Was ich vermisse – und was ich immer noch liebe

Was ich vermisse? Na ja, die Nähe zu Frankreich. Und – ich stamme aus der Pfalz – allgemein etwas mehr Offenheit und Lächeln. Und was ich immer noch gut finde, natürlich: die herrliche Gegend und die in meinen Augen einmalige Natur, also die beiden Flussauen von Elbe und Havel, so nah beieinander. Die Wälder drumherum. Und die Kultur! Welche kleine Stadt hat so einen großartigen alten Dom, so ein schönes Backsteinkloster und so ein hervorragendes Museum?

Und ich bewundere bis heute die riesige Leistung, die die Menschen hier 1989 mit der friedlichen Revolution vollbracht haben.


Jetzt gerade habe ich Angst

In einem abgeriegelten System kann und will ich nicht leben. "Deutsch denken" - wie dumm ist denn das? Sind wir etwa toller als andere? Aber ich hoffe, dass genug Menschen rechtzeitig aufstehen und sich wehren gegen den absurd beschränkten, kleingeistigen Retrotrend, der scheinbar so viele erfasst hat.


 
 
 

Kommentare


bottom of page